NeuigkeitenJan Kahmen5 min Lesezeit

Google Carbon als C++ Nachfolge?

Die Google Programmiersprache Carbon gehört zu den neueren Sprachen. Diese berücksichtigen den modernen Entwicklungsansatz und fördern diesen sogar.

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Inhaltsverzeichnis

Wie viel Zeit die Programmierung in Anspruch nimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: unter anderem von der Programmiersprache. Da als solche C++ deutlich langsamer läuft, entschieden sich Google-Ingenieure dafür, eine neue Programmiersprache zu entwickeln. Sie trägt den Namen Carbon und gilt als möglicher Nachfolger der veralteten Programmiersprache C++. Das Besondere daran ist, dass es sich um eine experimentelle Open-Source-Programmiersprache handelt. Dieser Ansatz stößt bisher auf großen Anklang.

Warum experimentiert Google mit Carbon als neuer Programmiersprache?

Die Google Programmiersprache Carbon gehört zu den neueren Sprachen. Diese berücksichtigen den modernen Entwicklungsansatz und fördern diesen sogar. Dabei folgt sie Konzepten wie Generika und der Speichersicherheit, was sie für viele Neuentwicklungen interessant macht. Aus diesem Grund wurde sie bereits auf der C++-Konferenz in Toronto vorgestellt. Ziel dieser Neuentwicklung ist es, das Sprachdesign und das Ökosystem der Sprache zu verbessern. Damit soll sich die Google Programmiersprache deutlich einfacher nutzen lassen und maximale Performance bieten. Zusätzlich soll sie die Devops-Security stärken und gleichzeitig die generische Programmierung erweitern und verbessern. Ebenfalls interessant ist, dass Sie mit Carbon die Komplexität in Entwicklungsprojekten deutlich verringern. Google ist kein Neuling, wenn es um Programmiersprachen geht Google Carbon gilt derzeit als experimenteller Nachfolger für die Programmiersprache C++. Allerdings ist es nicht die erste Sprache, die die Google-Ingenieure im Rahmen von Google Programming entwickelten.

  • 2009 verfolgte das Unternehmen mit Go das Ziel, die Systemprogrammierung zu vereinfachen.
  • 2011 folgte die Javascript-Alternative in Form von Dart.
  • Die Sprache Kotlin nutzt Google für sein auf Java basierendes Android-System bereits jetzt standardmäßig.

Welche Vorteile bringt Google Carbon?

Der Einsatz von Carbon verspricht viele Vorteile. Diese gehen weit über die Migration von und Interoperabilität mit vorhandenen C++-Code hinaus. Beispielsweise ist der Ersatz der Programmiersprache C++ darauf ausgelegt, langfristig die Sicherheit Ihrer IT-Infrastruktur zu stärken. Vorstellbar ist beispielsweise, dass Sie AI in Cyber Security leichter anpassen können. Und auch der regelmäßige Pentest ließe sich einfacher gestalten. Folgende Benefits bietet Ihnen die Google Programmiersprache darüber hinaus:

  • Google Carbon basiert auf modernen Programmierprinzipien, was Ihnen in der Praxis zahlreiche Vorteile bringt.
  • Gleichzeitig umfasst es ein generisches System, wodurch die Überprüfung des Codes bei jeder Instanziierung entfällt.
  • Anders als die Programmiersprache C++ bietet Carbon die dringend benötigte Speichersicherheit. Dadurch können Sie Speicherzugriffsfehler schließen, die ansonsten eine immense Sicherheitslücke darstellen.
  • Ebenfalls angedacht ist, dass Sie nicht initialisierte Zustände besser verfolgen können, was die statische Code-Analyse erleichtert.
  • Zusätzlich können Sie dynamische Begrenzungsprüfungen vornehmen und APIs und Idiome entwerfen.
  • Die Sprache unterstützt leistungskritische Software und ist für die Software- und Sprachentwicklung geeignet.
  • Der Code ist einfacher zu lesen, wodurch er verständlicher ist. Dieser Umstand verkürzt gleichzeitig die Entwicklungszeit und macht diese schnell und skalierbarer.
  • Die Google Programmiersprache unterstützt Sicherheits- und Prüfmechanismen sowie moderne Betriebssystemplattformen und Hardwarearchitekturen.

Google Carbon: Warum nicht Rust als Alternative zu C++?

Die Programmiersprache Rust ist dafür entwickelt, den Anforderungen speichersicherer Leistungsanwendungen gerecht zu werden. Das macht die Sprache grundsätzlich zu einer hervorragenden Alternative. Allerdings gestaltet sich die Migration vorhandener C++-Datenbestände in diese Programmiersprache äußerst schwierig. Bei Rust handelt es sich vielmehr um eine Nachfolgesprache, die auf dem C++-Ökosystem aufbaut. Im Gegensatz dazu bietet Google Carbon ein eigenes Ökosystem. Dieses bietet die notwendige Interoperabilität mit C++, wodurch sich vorhandene Codebasen übernehmen und leistungsfähiger machen lassen.

Google Carbon bezieht die Community mit ein

Ein entscheidender Vorteil von Google Carbon ist: Es ist kein geschlossenes Projekt. Sie finden die Code-Basis auf GitHub und können sie jederzeit aufrufen. Obwohl sie ursprünglich von Google stammt, wird sie, gemäß dem Open-Source-Gedanken, von der Community vorangetrieben. Das bedeutet: Sie können selbst als Kontributor an der Verfeinerung teilhaben. Beispielsweise, indem Sie wertvolle Inhalte zu Diskussionen um die Verbesserung beitragen. Diese Form der Weiterentwicklung lässt sich durch das Wissen der Crowd besonders schnell vorantreiben. Ebenso durch zusätzliche Maßnahmen wie Bug-Bounty-Programme. Deshalb können Sie bereits 2022 mit der Version 0.1 rechnen. Bereits 2024 oder 2025, soll dann eine nicht länger experimentelle Version vorliegen.

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